Kurzwaren via Klick erstehen – Onlineshopping Nähzubehör

Nähgarn in vielen Farben

Wie viele andere Verkäufer aller möglichen Waren ist auch der Kurzwarenladen der 50er Jahre auferstanden und heute Online.
Die Bezeichnung Kurzwaren hat sich aus dem älteren „kurze Waren“ entwickelt, wobei das Adjektiv „kurz“ sich nicht unbedingt nur auf die Länge bezog, es konnte auch im Sinne von „klein“ gebraucht werden.
Unter „kurze Waren“ waren also Waren zu verstehen, die nicht mit der Elle gemessen werden, heute also keine Ware am Laufmeter, wie Stoffe, sondern Stückgut oder Schüttgut.
Es handelt sich um kleinere Gegenstände, die in der Schneiderei beim nähen oder stopfen gebraucht werden, wobei in der heutigen Zeit kaum noch Löcher in Kleidung, speziell auch in Socken gestopft werden.
Die dazu benötigten Materialien wie Garne in unterschiedlichsten Farben und Stärken aber auch Werkzeuge wie die verschiedensten Nadeln, Fingerhüte aber auch Scheren und Stopfeier gehörten und gehören auch heute noch zum Sortiment der Kurzwarenhändler.
Johann Christof Adelung’s „Grossem Wörterbuche mit Rücksicht auf die Sprachlehre der k.k. Normal- und Hauptschulen und zum Gebrauche für Jedermann“ von 1823 merkte dazu an:
„Kurze Ware, kleine verarbeitete oder verfertigte Dinge, als eine Ware betrachtet…“


Fahrende Händler und Hausierer zogen früher von Gehöft zu Gehöft und boten diese Waren an.
So konnten die Hausfrauen an der Haustüre ihre Nähgarne kaufen oder falls der Händler sie nicht vorrätig hatte auch bestellen, dass die Ware erst beim nächsten Besuch geliefert wurde – oft erst ein Jahr später – tat der Bestellung keinen Abbruch, weil sehr viele Leute zu keiner anderen Verkaufsstelle kamen.
Auf Märkten wie Kirchweihmärkten oder Markttagen oder Jahrmärkten wurden ebenfalls dieses Nähzubehör verkauft, wobei die Händler gute Geschäfte tätigten, weil die Kundschaft ansonsten keine Möglichkeit hatte, solche Dinge, die für den regelmäßigen Gebrauch unabdingbar waren, käuflich zu erwerben.


Johann Wolfgang von Goethe erwähnte den Kurzwarenhandel in seiner Farce „Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern“, da schrieb er:
„Kauft allerhand – kauft lang‘ und kurze War!
Sechs Kreuzer’s das Stück ist gar kein Geld, wie es einem in die Hände fällt.“
Heute ist es um vieles einfacher, gezielt einzukaufen.
Im Internet und im Kurzwarenladen findet sich für jedes Nähvorhaben das richtige Garn, wobei die Anforderungen an das Angebot seit dem Mittelalter ständig gestiegen ist.
Im Nähgarnsortiment sind heute neben klassischen Allesnähern, Overlockgarn auch diverse außergewöhnliche Dinge wie Applikationen und ähnlichem zu finden – die Farbpalette und auch das Garnmaterial wurde im Laufe der Zeit auch immer umfangreicher, was sich in den unterschiedlichsten Farben und Garnstärken, Natur- und Kunstfasern niederschlägt.
Auch Reißverschlüsse und Knöpfe gehören zum sehr vielseitigen Angebot im Kurzwarenhandel.
Nicht zu vergessen sind auch Hosengummis, Klett- und Stoßband und nützliche Hilfsmittel wie Nähkreide, Stecknadeln, Maßbänder und weiteres Nähzubehör.
Für Nähzimmer oder Atelier – egal ob professioneller Schneider oder nur Amateur:
Das nötige Zubehör gibt es im Kurzwarenhandel!